Institit für Entwicklungs- und Lerntherapie Hamburg

 

Nach Auswertung aller Untersuchungsmaterialien erhalten die Eltern eine ausführliche Beratung. Je nach den Ergebnissen der Gesamtdiagnostik kann eine Therapieempfehlung gegeben werden; nach Wunsch und Bedarf der Eltern können der Schule oder dem Arzt Untersuchungsergebnisse übermittelt werden.

Ist eine Behandlung im Institut nicht möglich (z.B. bei Verhaltensstörungen anderer Genese), so werden den Eltern jeweils spezialisierte Praxen oder Kliniken empfohlen.

Testuntersuchung und Beratung werden unabhängig von einer Therapievereinbarung angeboten.

Zu den Rahmenbedingungen der Förderung gehört die enge Kooperation mit den Eltern und der Schule. Die direkte Arbeit mit den Eltern verfolgt vor allem drei Zielsetzungen:

 

Falsche Vorstellungen über Ursachen und Folgen der Lese-Rechtschreibstörung, z. B. Schuldzuweisungen der Eltern an die Schule, an das Kind und an sich selbst müssen korrigiert werden. Abbau von Hoffnungslosigkeit und Zukunftsangst, die sich auf die Kinder übertragen können, müssen korrigiert werden.

Anleitung der Eltern zur Durchführung von unterstützenden häuslichen Übungen mit Verhaltensregelungen, wie beispielsweise

  • Eingrenzung des Übungsaufwandes auf die therapeutisch abgesprochenen Arbeitseinheiten,

  • Auflösung der familiären Aufmerksamkeit auf das Kind als "Problemfall"

  • Schaffung einer "straffreien" häuslichen Lernsituation,  

  • Reduzierung der Mitarbeit der Eltern, damit dem Kind zu Selbstständigkeit und Eigenverantwortung für sein Lernen verholfen wird, 

  • Anleitung zu konsequentem Erziehungsverhalten bei kindlichem Ausweichverhalten

  • Einbindung in Belohnungsprogramme zur Verstärkung  von Verhaltensmodifikationen des Kindes 

  • Verhalten bei häuslichen Konflikten und schulischen Krisen

  • Wichtig ist die Beratung bei anstehenden Schullaufbahnentscheidungen in Kooperation mit der Schule und dem Kind. Informelle Gesprächskontakte mit dem Deutsch-, bzw. Klassenlehrer des Kindes/ Jugendlichen sind ein notwendiger Bestandteil der therapeutischen Leistungen, um durch die Aufklärung über die Teilleistungsproblematik ein besseres Verständnis für die Lage des Schülers und auch Einstellungsänderung ihm gegenüber zu erzielen.