Institit für Entwicklungs- und Lerntherapie Hamburg

 

Hauptziel der Diagnose- und Beratungstätigkeit ist die (Früh-) Erkennung behandlungsbedürftiger Auffälligkeiten in der kognitiven und emotionalen Entwicklung des Kindes. Hartnäckige Lern- und Leistungsschwächen im Lesen und Schreiben sollten nicht als Verzögerung toleriert werden, welche sich eventuell mit der Zeit auswachsen. Fälschliche Bagatellisierung von Lernproblemen beim Grundschulkind  und verspätete Inanspruchnahme fachlicher Hilfe sind leider noch zu häufig zu beobachten. Rechtzeitige Förderung und Behandlung können für die kognitive Reifung und den Schulerfolg, für das psychische Gleichgewicht und die Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes von entscheidender Bedeutung sein.

im Zweifelsfall ist zu einer systematischen Untersuchung zu raten, und zwar immer dann, wenn

auffällige Schwierigkeiten im  Erwerb der Schriftsprache

in den Anfangsklassen oder bei ungeübten Diktaten sichtbar werden

trotz regelmäßigen Unterrichts und eventuell trotz zusätzlichen  häuslichen Übens       

bereits länger als drei Monate anhalten.

Grundsätzlich führt das Institut eine auf den Einzelfall abgestimmte Untersuchung durch, die nach   differential- und förderdiagnostischen Gesichtspunkten zusammengestellt ist:

1. Elternanamnese

 vorschulische und schulische Entwicklung; Lern- und Erziehungsprobleme

2. Pädagogische Leistungsdiagnostik

Ausmaß des Leistungsversagens; Statusanalyse des Schriftspracherwerbs nach DoRA (Dortmunder Rechtschreibfehler Analyse, ein intern entwickeltes Verfahren des dortigen Instituts für Legasthenie)

3.  Psychologische Funktionsdiagnostik 

schriftsprachrelevante Teilleistungen; allgemeine intellektuelle Leistungsfähigkeit; Konzentration und Aufmerksamkeit

4. Persönlichkeitsdiagnostik / Verhaltensbeobachtung

Leistungsangst, Schulangst, allgemeine Angst; depressive und aggressive Erlebens- und Verhaltenstendenzen