Home

 

 

   
   
 

Die Lese- und Rechtschreibschwäche/Legasthenie ist eine erhebliche Störung im Aneignungsprozess des Lesens und Schreibens. In der Klassifikation der inter- national gesicherten Diagnosen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird sie als spezifische Entwicklungs- und Lernstörung der Kindheit beschrieben und eingeordnet.

Demnach gilt die Legasthenie als eine mögliche Folge von einzelnen oder kombinierten Funktionsstörungen im Entwicklungsprozess des Kindes. Dazu gehören spezifische Leistungen der Perzeption, der Informationsverarbeitung oder im motorischen Handeln.

Kinder und Jugendliche, die besondere Schwierigkeiten beim Erwerb des Lesens und Schreibens haben, scheitern an der visuellen Merkfähigkeit und Gestalterfassung von Wortbildern; sie müssen daher immer noch aufwändige analytische Wahrnehmungsprozesse durchführen, um durch das “Abhören” des Lautstroms zur Buchstabenabfolge zu gelangen. Sie scheitern an dem Gedächtnis für Sprachsymbolik, an der Lautdifferenzierungsfähigkeit, aber auch an den Erfordernissen des Schreibvollzugs, der feinmotorischen Koordination und Genauigkeit der Schreibbewegung, bei der wiederum visuell-räumliche Fertigkeiten gefordert sind. Nähere Erklärungen finden Sie unter Ratgeber.

In Deutschland gibt es eine Reihe von Fachinstituten, die seit Anfang der 80er Jahre spezialisierte Therapieangebote (Individuelle Fehlerdiagnose, Lautanalytisches Rechtschreibsystem u.a.) zur Verfügung stellen.

Das Institut für Entwicklungs- und Lerntherapie arbeitet im  Raum Hamburg und Nord-Niedersachsen. In mehreren stadtteilbezogenen heilpädagogisch- psycho- logischen Praxen wird Diagnose, Beratung und Therapie bei Kindern und Jugendlichen durchgeführt, die unter Entwicklungs- und Lernstörungen beim Schreiben- und Lesenlernen leiden.

Unter Erlasse finden Sie Informationen zum rechtlichen Status der LRS-Problematik an den Schulen in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.